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Zuhaus ist es am schönsten - Aufwachsen und Leben als Waldelf

Die waldelfische Schwangerschaft berträgt zehn Monate, in welchen die werdene Mutter von der ganzen Siedlung umsorgt wird. Geburten sind seltener als bei Menschen und somit bekommen Kinder auch mehr Schutz und Aufmerksamkeit. Vom Augenblick der Geburt an kümmert sich die Mutter pausenlos um ihr Kind, während der Vater, welcher nicht immer klar hervor geht, wie alle anderen auch, sich dem Allgemeinwohl widmet.
Wenn das Kind langsam in ein Alter kommt, wo es sprechen und laufen kann, übernehmen die Mitelfen mehr und mehr die elterliche Pflicht der Mutter und entlastet sie damit. Jeder Waldelf der Siedlung entwickelt zu dem Kind eine genauso grosse Bindung wie zu allen anderen Elfen auch. Sie achten auf das Kind, spielen, reden, singen und lehren es über Jahre hinweg. Ab dem ungefähren Alter von acht bis zehn Jahren verlässt das Kind in Begleitung von meist mehreren älteren Elfen die schützende Siedlung und macht die ersten Erfahrungen mit den weiten Waldstücken, lernt, wie es sich in bestimmten Situationen zu verhalten hat, was welche Tiere und Pflanzen sind, wie man schleicht und sich versteckt, und man zeigt ihm, meist aus der Ferne, die intelligenten Völker. In dieser Zeit stellt sich oft langsam heraus, welche Talente und Interessen das Kind hat und diese werden von kundigen Elfen gefördert. Ab dem ungefähren zehnten Lebensjahr entscheidet das Kind seinen zukünftigen Lebensweg selbst, und die älteren Elfen, welche das Handwerk beherrschen, beginnen das Kind zu unterweisen, wann immer sie Zeit dazu finden, ihm zu helfen eigene Lösungswege zu finden und begleiten es auf seinem Werdegang. Auch hier ist Zeit und Regelmäßigkeit kein Zwang. Waldelfen denken, dass man niemanden etwas beibringen kann, der immerzu an etwas Anderes denkt und in dem Augenblick nicht die für das Lernen nötige Aufmerksamkeit aufbringen kann.
Waldelfen untereinander führen ein zwangloses Leben, und es gibt keine erkennbare Hierachie. Alles scheint auf Vertrauen und Respekt aufzubauen. Wenn Entscheidungen zu einem Thema gefällt werden müssen, berät man sich meistens oder achtet das Wort des in diesem Bereich erfahrensten Waldelfen. Innerhalb der Siedlung herrscht ein freies Geben und Nehmen. Durch die Verbundenheit untereinander arbeiten alle zusammen an ihren Gegenständen und versuchen, jedem das zu geben, was er braucht.
Der Umgang miteinander ist freundlicher, familärer und liebevoller als zum Beispiel in menschlichen Siedlungen. Es mag vielleicht vorkommen, dass Meinungsverschiedenheiten auftauchen, doch enden diese kaum in Streit. Selbst wenn es vorkommen sollte, fühlen sich die anderen Elfen genauso betroffen und werden ihren Teil versuchen, die Lage zu klären. Egal was auch geschehen mag, weder Gewalt noch Waffen richten sich von einem auf den anderen Elfen.
 

 

 

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