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Baumküsser und ihr Grünzeug - Elfen und der Wald

Waldelfen haben gelernt, mit ihrem natürlichen Lebensraum, dem Wald, im Einklang zu leben. Sie haben ein Gespür für die Zustände in ihrem Gebiet entwickelt und reagieren auf Veränderungen. Waldelfen verwenden totes, altes Holz für ihre Feuer und nehmen von lebenden Bäumen nur dann und soviel, wie sie für ihre Gegenstände brauchen. Noch kein lebender Baum ist somit durch Waldelfen unnötig beschädigt oder gar gefällt worden. Dies wäre auch nicht in ihrem Sinne, da die Bäume des Waldes die Sicherheit und das Überleben ihrer Siedlung darstellen.
Zu Tieren haben sie ein übernatürlich gutes Verhältnis. Waldelfen wurden beobachtet, wie sie sich mit wilden Raubtieren wie Schreckenswölfen oder sogar Riesenhornissen umgaben, ohne angegriffen zu werden. Manchen Geschichten zum Trotz entspricht es nicht der Wahrheit, dass Waldelfenkinder mit Grizzlybären spielen und auf ihnen durch den Wald reiten. Nur dadurch, dass die Tierwelt der Wälder an Waldelfen "gewöhnt" ist und in ihnen keine Gefahr sieht, bedeutet es nicht, dass sie wie ein Herz und eine Seele Hand in Hand leben. Die Jäger unter den Tieren sehen die Elfen nicht als Beute an und Fluchttiere wie Hasen und Rehe bleiben in ihrer Gegenwart ruhig.
Durch diese Art des Friedens und Vertrauens machen Waldelfen von klein auf mit Tieren andere Erfahrungen als Menschen es tun. Ein Wildschwein mit Jungen würde auf jeden Menschen sofort losgehen, der den Kleinen zu nah kommt. Waldelfen scheint dieses Schicksal erspart zu sein.
Auch die Elfen jagen Tiere. Hier zeigt sich ein weiterer Unterschied zwischen ihnen und den Menschen. Der Elf kann einschätzen, wie es um die Balance innerhalb der Wälder steht, welche Tiere ungewohnt viel vorkommen und orientiert sich danach. Mit diesem Jagdverhalten reguliert der Waldelf die Bestände und kommt an die Rohstoffe. Erlegte Tiere werden soweit wie möglich verwertet. Jegliches Leder wird zu Kleidung und ähnlichem verschneidert, die Knochen zu Werkzeugen, Figuren und ähnlichem und das Fleisch wird etwa an Menschen im Tauschhandel weitergegeben oder dem Wald überlassen. In Zeiten wo zuviele Fleischfresser leben, wird das erlegte Tier meist vergraben, um so die Tiere nicht in ihrer natürliche Auslese des Stärkeren zu beeinflussen.
Durch die Ausbreitung des Menschen entstehen öfters starke Schwankungen innerhalb der Tierbestände. Da das Gleichgewicht dieser Bestände für den Waldelfen lebenswichtig ist, sind sie schon an etlichen Orten mit Menschen in Konflikte geraten. Im schlimmsten Fall entwickeln sich solche Konflikte in Kämpfe oder kleine Kriege. Da es dem Waldelf um seinen Lebensraum geht, den der Mensch durch unüberlegte Massenjagten und Abholzung der Bäume gefährdet, kann es schnell geschehen, dass eine Siedlung sich entscheidet, sich wehren und sich und den Wald beschützen zu müssen.
Menschen sind nicht die einzigen Störenfriede, welche ein Waldelf in seinem Lebensraum fürchten muss. Zwerge, Orks, Rattenmenschen, Echsenmenschen und Dunkelelfen geben ihnen aus verschiedensten Gründen auch Grund zur Besorgnis. Hinzu kommen Trolle, Riesenspinnen, Ettins und andere Wesenheiten, welche aus ihren Höhlen heraus neue Lebensräume suchen und dabei sich rücksichtslos ausbreiten.
 

 

 

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